Wie erfolgreich ist das Spotify-Prinzip wirklich?

Spotify ist der unangefochtene Marktführer in der Musik-Streaming-Branche – doch wie lukrativ ist das Geschäft mit der digitalen Musik eigentlich und wer profitiert davon am meisten? Die Nutzer, der Konzern oder doch die Musiker? Die Auflösung gibt es in meinem heutigen Blog-Beitrag.

 

Mal eben auf fast alle Musiktitel dieser Welt zugreifen und das in Sekundenschnelle. Was vor ein paar Jahrzehnten noch undenkbar war ist heute längst zum Alltag etlicher Menschen geworden. Für knapp 10€ im Monat kann man bei Spotify bereits zum Inhaber einer Premium-Lizenz werden und bekommt damit Zugriff auf eine Musik-Mediathek, die niemand jemals in Form von Kassetten oder CD’s hätte zusammentragen können. Auch wenn man gar nichts bezahlt, bekommt man schon Zugriff auf das Angebot von Spotify – allerdings nur beschränkt. Wer nicht zahlt, muss sich zwischendurch immer wieder mit Werbeblocks und einer allgemein schlechteren Soundqualität arrangieren.

Aber jetzt mal zum Punkt – wie viele User zahlen denn nun auch wirklich für eine Premium-Mitgliedschaft und ist das ganze lukrativ? – Kommt drauf an für wen. Für Verbraucher lohnt es sich alle male, denn sie bekommen für 10€ eine ganze Menge, genauer gesagt das ultimative Spektrum an Musik. Für den Spotify-Konzern lohnt es sich entgegen der Erwartungen jedoch nicht wirklich, ganz im Gegenteil, das Unternehmen häuft sogar Verluste an. Doch wie kann das sein, bei stetig steigenden Umsätzen und Nutzerzahlen?  Es mag zwar paradox erscheinen, doch je höher die Einnahmen von Spotify sind, desto mehr muss die schwedische Firma auch an Lizenzgebühren für die einzelnen Musikstücke abführen. Letztendlich sind also die Plattenlabels diejenigen, die daran verdienen. Für die Musiker, bleibt dann am Ende nur erschreckend wenig übrig. Verdienen tut nur gut, wer sehr hohe Klickraten erreicht, denn pro gestremten Song erhält der Künstler lediglich 0,6 – 0,8 US-Cent, also verschwindend gering.

Letztendlich geht das Spotify Prinzip aber in die richtige Richtung, denn illegale Musikdownloads sind seit der Etablierung von Streaming-Diensten stark am Zurückgehen. So erhalten die Künstler statt gar nichts wenigstens ein bisschen finanzielle Anerkennung für ihre Arbeit und mit einem guten Konzept könnte das alle noch in die richtige Richtung gehen.