Das Faxgerät – Totgesagte leben länger

männchenmitfaxGlobalisierung und Digitalisierung – längst prägen die beiden Worte unseren Alltag. Nicht nur unser Konsum hat sich verändert, sondern auch die Art wie wir miteinander kommunizieren. Längst verbringen wir mehr Zeit mit Social Media oder Streaming am Tag, als mit Essen oder anderen lebensnotwendigen Bedürfnissen. Wenn wir einkaufen gehen, dann vermehrt online. Fast jedes vierte Produkt erwerben wir im Netz. Doch ist dieser Wandel wirklich überall spürbar? Was ist mit den Unternehmen? Wie wird dort am liebsten kommuniziert? Genau dazu hat die Bitkom nun eine Studie durchgeführt – mit teils verblüffenden Ergebnissen.

Klar, digital ist auf dem Vormarsch, denn 100% der befragten Unternehmen gaben an, die E-Mail als Medium zu nutzen, gleiches gilt für das Telefon – soweit keine Überraschung. Doch wer hätte es gedacht, auf dem dritten Platz befindet sich nicht etwa Social Media, Videokonferenzen oder sonstige neumodische Erscheinungen, nein,  sondern das Fax. Das Fax? – Ernsthaft? Diese oft mausgraue Gerät aus dem letzten Jahrtausend, das erstmal angeschaltet einen Höllenlärm verursacht hat? Genau darüber sprechen wir. Tatsächlich nutzen nämlich immer noch 70% der Firmen das längst tot gesagte Medium. Im Vergleich: Online-Meetings und Videokonferenzen folgen erst darauf mit gerade mal 52%. Ähnliches gilt für Handy und Smartphone: Sie bringen es insgesamt auf 58%. Ganz weit abgeschlagen sind dann die Social Media Portale. Privat nutzt sie zwar gefühlt jeder, doch die Unternehmen haben da anscheinend eine andere Philosophie. Nur 22% aller befragten sind bereits auf den Zug aufgesprungen.